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Gold und Silber in Albena

Veröffentlicht am 10 07 2026

ALBENA, 2026 – Das Nationale Historische Museum präsentiert in Albena die Ausstellung „Geschichten aus Gold und Silber“ mit Exponaten aus einigen der bekanntesten thrakischen und protobulgarischen Gold- und Silberschätze.

Ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung ist der Schatz von Nagyszentmiklós, dessen Original im Kunsthistorischen Museum in Wien aufbewahrt wird. Der Schatz wurde 1799 im Banat gefunden und umfasst 23 goldene Gefäße, die dem 9. Jahrhundert und der protobulgarischen Kultur zugeordnet werden. Die einzige genaue Kopie befindet sich im Besitz des Nationalen Historischen Museums in Sofia.

Die Ausstellung umfasst 180 Kulturwerte aus Gold und Silber. Darunter befinden sich bisher nicht gezeigte Exponate wie ein Beinschutz aus dem Mogilanska-Hügel bei Wraza und eine bronzene Helmmaske – ein Gesichtsteil aus Stara Zagora. Gezeigt werden außerdem Objekte, die in den vergangenen Jahren in die Sammlung des Nationalen Historischen Museums aufgenommen wurden, sowie einige der bedeutendsten Schätze, die auf bulgarischem Gebiet entdeckt wurden.

Ein Teil der Ausstellung ist der Nekropole von Warna und den Funden aus Grab 43 gewidmet. Zu sehen sind außerdem Objekte aus dem reichen Erbe der thrakischen Kultur, darunter der berühmte Schatz der thrakischen Prinzessin/Priesterin aus dem Hügel bei Sinemorets.

Zu den Höhepunkten gehört das Original einer beeindruckenden goldenen Diademplatte mit einer Inschrift in griechischer Sprache: „Demetrius machte dies für Kortodzuntos“. Ein vergleichbares Objekt ist nur aus dem Grab Philipps von Makedonien in Vergina bekannt.

In der Ausstellung wird auch der zufällig entdeckte Kleine Schatz von Preslaw gezeigt, der durch seinen Charakter und Reichtum als besondere Seltenheit gilt. Er befand sich in einem sorgfältig bearbeiteten Kalksteinblock, in dem zwischen grauer Asche silberne Armreifen, goldene Ohrringe sowie Gold- und Silbermünzen gefunden wurden.

Die Ausstellung „Geschichten aus Gold und Silber“ wird am 14. Juli um 11:00 Uhr im Hotel Maritim Paradise eröffnet. Gast der Veranstaltung ist Doz. Dr. Boni Petrunova, Direktorin des Nationalen Historischen Museums. Die Artefakte können bis zum 20. August 2026 in Albena besichtigt werden.

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